Schule Moritzberg Ürikon

Was ist die Integrierte Sonderschulung (ISR)?

Die Integrierte Sonderschulung ist ein Förderangebot für Schülerinnen und Schüler mit einem hohen besonderen Bildungsbedarf. Dieser steht in Zusammenhang mit einer Behinderung (Lern- oder Sprachbehinderung, Sinnes-, Körper- oder Mehrfachbehinderung, geistige Behinderung), einer schweren Verhaltensstörung oder einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung (z. B. Autismus). Es gibt die Integrative Sonderschulung in der Verantwortung der Regelschule (ISR) oder in der Verantwortung einer Sonderschule (ISS).

 

Arbeitsweise

Bei der Umsetzung der integrierten Sonderschulung stehen die folgende Zielsetzungen und methodisch didaktischen Grundsätze im Vordergrund: Alle Schülerinnen und Schüler werden entsprechend ihren individuellen Möglichkeiten und Bedürfnissen bei individuellen Lernzielen gefördert. Sie profitieren voneinander in Bezug auf ihre Selbst- und Sozialkompetenz im Rahmen einer heterogenen Klassengemeinschaft. Die soziale Integration aller Schülerinnen und Schüler mit besonderem Bildungsbedarf in den Klassenverband der Regelschule sowie die Partizipation an möglichst allen Aktivitäten wird ermöglicht und unterstützt.

ISR/ISS findet während des regulären Schulalltags statt, im Teamteaching, in Kleingruppen oder Einzelförderung.

 

Zielgruppe

Schülerinnen und Schüler mit einem hohen besonderen Bildungsbedarf, die z.B. von einer körperlichen, geistigen und/oder emotionalen Behinderung betroffen sind.

 

Organisation

Für die Integrierte Sonderschulung gilt das Zuweisungsverfahren zur Sonderschulung.

Die Schulpflege entscheidet auf Empfehlung des Schulpsychologischen Dienstes und nach Anhörung der Erziehungsberechtigten über die Sonderschulbedürftigkeit der Schülerin oder des Schülers. Sonderschulen überweisen Schülerinnen und Schüler direkt an Regelschulen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Schulischen Heilpädagoginnen, Lehrpersonen sowie weiteren Fachkräften und allenfalls Sonderschulen wird verbindlich mit Fach-Team-Gesprächen (FTG) gestaltet. Zudem werden in regelmässigen Schulischen Standortgesprächen (SSG) mit den Erziehungsberechtigten die individuellen Zielsetzungen überprüft.
Die organisatorischen Formen der integrierten Sonderschulung können je nach den gegebenen Rahmenbedingungen unterschiedlich aussehen:

  • ISR: In der Regel übernimmt die Schulische Heilpädagogin, die der entsprechenden Klasse des Kindes zugeteilt ist, die heilpädagogische Förderung.
  • ISS: Die Anstellung der Schulischen Heilpädagogen wird von einer Sonderschule (z.B. Johannes Schule Küsnacht) koordiniert.

Jeweils für ein Jahr kann ein Kind mit ISR/ISS beschult werden. Nach der Überprüfung der Förderziele werden neue definiert und der Status verlängert oder abgeschlossen.

 

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